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Wohl kaum ein Hersteller hat dem Modellbahngedanken ebenso starke wie frühe Impulse gegeben, wie diese 1899 von Wenman J. Bassett-Lowke in Northhampton/GB gegr. Firma. Auf der Weltausstellung in Paris lernte er ein Jahr später Stephan > Bing kennen, der für B. in der Folge hervorragende Lokomotiven herstellte, die z.T. auf Entwürfen des bekannten englischen Konstrukteurs Henry > Greenly basierten. Später kam auch > Carette als Zulieferer hinzu. Außer Eisenbahnen wurden unter dem Firmenzeichen ‘Lowko’ auch > Dampfmaschinen und Schiffe, meist in > Bausatzform, hergestellt. Im Herbst 1902 brachte B. seinen ersten > Katalog heraus, der als Prototyp des Modellbahn-Kataloges bezeichnet werden muss. 1908 begann B. mit dem Verkauf über eigene Läden, deren erster in London eröffnet wurde. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurden die Beziehungen nach Deutschland unterbrochen und in den Werken wurde Munition hergestellt. Sofort danach liefen die Geschäfte mit Bing wieder an, während die Fa. > Carette Opfer des Krieges geworden war. Als Bing 1932 aufgeben musste, hatte B. die eigenen Kapazitäten so weit ausgebaut, dass er den englischen Markt allein versorgen konnte. Auch der Zweiten Weltkrieg bedeutete die Einstellung der Spielwarenproduktion, die ab 1945 mit Konzentration auf Eisenbahnen der > Spurweite 0 wieder aufgenommen wurde, um nach dem Tod von B. im Jahre 1953 endgültig einzuschlafen. Die Läden wurden schließlich 1965 an > Beatties verkauft. 1968 wurde von anderer Seite nochmals der Versuch unternommen, die Modellbahnfabrikation zu aktivieren. Die neue Fa. Bassett-Lowke (Railways) Ltd., scheiterte jedoch bald, ohne greifbare Erfolge errungen zu haben.

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