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Ehemals größter deutscher Spielwarenhersteller, 1866 von Ignaz und Adolf B. in Nürnberg als > Großhandelshaus gegr. 1879 Beginn der eigenen Produktion unter der Firmierung ‚Nürnberger Spielwarenfabrik Gebr. Bing’, nach weiterer Expansion als ,Nürnberger Metall- und Lackierwarenfabrik Gebr. Bing AG’. 1914 wurden 5000 (!) Personen beschäftigt und ein riesiges Sortiment aller nur denkbaren Spielwaren angeboten, das preiswert und trotzdem qualitativ gut war. > Firmenzeichen: GB und GBN. Ausgezeichnete Eisenbahnmodelle nach englischen Vorbildern wurden für > Bassett-Lowke hergestellt. Im Zuge der großen Depression geriet das Unternehmen durch Illiquidität seiner Vertriebsfirma > Concentra in Schwierigkeiten und musste 1932 ein Zwangsvergleichsverfahren anmelden, das erst 1934 abgeschlossen werden konnte und in dessen Rahmen der agile Gründersohn Stephan B. ausscheiden musste. Die Produktion von Spielwaren wurde aufgegeben, die Restbestände an > Falk und > Kraus sowie an > Fleischmann (Schiffe) verkauft.
> Bub erwarb einen großen Teil der Werkzeuge für die Fabrikation von Eisenbahnen, später von Kraus auch dessen Bingsche Restware. Von dem ehemaligen Firmenimperium blieben nur die Bing-Vergaserwerke übrig, die heute noch existieren.

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