Uhrwerkantrieb, der ~


Um 1850 wurde der Federwerkantrieb für Uhren als Bewegungsmotor für Spielzeuge verbreitet eingesetzt. Funktionsprinzip: eine um eine Drehachse aufgewickelte Stahlbandfeder wird durch Drehen der Achse mit einem Schlüssel gespannt. Nach Auslösen einer Sperre entspannt sich die Feder und gibt ihre kinetische Energie über eine Zahnradübersetzung an die Antriebsachse ab. Frühe Uhrwerke hatten noch keinen > Fliehkraftregler, weswegen der Kraftfluss anfangs stark war und dann schnell nachließ. Spätere Uhrwerke verfügten über weitere Feinheiten, wie verschiedene wählbare Geschwindigkeiten, automatische Bremsen bzw. Umsteuerung. Große Lokomotiven, z. B. von > Märklin, verfügten über untersetzbare Aufzüge bzw. gar über Doppeluhrwerke, die mit Kurbelschlüsseln gespannt wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das U. als Spielzeugantrieb nach und nach durch den Elektromotor abgelöst.

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